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Kurzzeittherapie

In der Kurzzeittherapie, die von Steve de Shazer und seinen Mitarbeitern in den letzten drei Jahrzehnten entwickelt wurde, wird konsequent auf mögliche Problemlösungen fokussiert. Das steht im Gegensatz zu den meisten Psychotherapieformen, bei denen eine Problemanalyse durchgeführt wird.

Der Kurzzeittherapeut eine Grundhaltung des „Nicht-Wissens“ ein, dass heißt, er versucht nicht, das Problem des Klienten genau zu verstehen, ein Störungsmoodell abzuleiten und Lösungsvorschläge zu entwickeln, sondern erarbeitet mit seinem Klienten für dessen Bezugsrahmen die passende Lösung. Der Kurzzeittherapeut geht dabei davon aus, dass mit seinem eigenen Bezugsrahmen nicht entscheiden kann, was die beste Lösung für seinen Klienten ist. Vielmehr unterstützt der Therapeut seinen Klienten bei der Lösungsfindung durch spezifische Fragen, wie zum Beispiel: „Was genau ist dann anders, wenn Sie Ihr Problem nicht mehr haben?“ oder „Wer von Ihrer Familie würde es zuerst bemerken, dass das Problem verschwunden ist?“

Wichtige Interventionen sind dabei zum Beispiel die Wunderfrage, Skalierungsfragen und die Frage nach den Ausnahmen vom Problem.


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