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Die Gestalttherapie wurde von Fritz Perls Anfang 1950 entwickelt. Sie wird mit zu den humanistischen Therapieverfahren gezählt, welche die Tendenz des Menschen zum "Wachstum" und zur Selbstverwirklichung betonen.
Nach Fritz Perls ist eine „Gestalt“ ein Bedürfnis, dass solange im Vordergrund bleibt bis es gestillt ist (wie eine Gestalt vor einem Hintergrund). Nicht erfüllte Bedürfnisse aus der Vergangenheit und der Gegenwart binden und blockieren die Energie der Menschen und behindern sie, im Hier und Jetzt zu leben.
Da ein Mensch seit seiner Geburt auf die Hilfe anderer angewiesen ist, braucht er Fremdunterstützung, um überleben zu können. Deshalb lernen alle Menschen (manipulative) Verhaltensweisen, um solche Unterstützung zu erhalten, z.B. sich besonders unterhaltsam darzustellen, die sie auch als Erwachsene noch ausleben. Der Gestalttherapeut „frustriert“ solche Manipulationen des Klienten, indem er auf Hilfeforderungen nicht eingeht und den Klienten anleitet, zu erkennen, welche Bedürfnisse er hat und Möglichkeiten zu entwickeln, diese selbst zu erfüllen.
In der Gestalttherapie (wie auch in vielen anderen Psychotherapierichtungen) wird im „Hier und Jetzt“ gearbeitet. Es geht also immer darum, welche Bedürfnisse im „Hier und Jetzt“ auftauchen. Techniken sind z.B. der "Heiße Stuhl" oder die "Traumarbeit"). In der Gestalttherapie werden vergangene Erlebnisse nur verwendet, um zu erklären, welche Auswirkung sie im „Hier und Jetzt“ haben und um bei Bedarf diese unerfüllten Bedürfnisse (z.B. nach Zuwendung von der Mutter) auszudrücken und abzuschließen. Eine vergangene Situation mit einem inzwischen verstorbenen Vater könnte so zum Beispiel mit Hilfe des „Leeren Stuhles“ wieder inszeniert werden, damit diese Situation beendet werden kann. |
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