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10 Minuten Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung bringen mehr Erholung als 3 Stunden Fernsehen.
Den höheren Lebewesen ist in ihrer biologischen Organisation zum Schutz vor Überlastung und zur Regeneration die Möglichkeit gegeben, von leistungssteigernden, aktivierenden in mehr regenerierende, gewebsversorgende Reaktionsmuster umzuschalten. |
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Diese Umschaltung erfolgt unwillkürlich in Erholungsphasen oder während des Schlafes. Durch den gezielten Einsatz von Entspannungsverfahren, wie dem Autogenen Training oder der Progressiven Muskelentspannung, kann man in kurzer Zeit einen relativ hohen Erholungseffekt erzielen. Denn mit den genannten Entspannungsverfahren kann man diesen Umschaltprozess herbeiführen und die psychophysische Entspannungsreaktion auslösen.
Diese Entspannungsreaktion kann nicht willentlich herbeigeführt werden. Dies ist vergleichbar mit dem Prozess des Einschlafens. Es bedarf einer zunehmenden inneren Haltung des passiven Geschehenlassens der Entspannung. Entspannung gelingt um so eher, je besser eine Zurücknahme der Willensspannung gelingt.
Im Zuge der Entspannungsreaktion sollte ein Versenkungszustand erreicht werden, der eine wache Konzentriertheit auf die Übung erfordert. Dies führt dann in 10 Minuten zu einer deutlich wirksameren körperlichen und psychischen Erholung als sich ablenken lassen durch äußere Einwirkungen wie bspw.Fernsehen, Musikhören, Spazierengehen oder Lesen. Solche Aktivitäten können auch beim Abbau von Stressfolgen helfen. Allerdings doch eher palliativ, d.h. es sind Bewältigungsversuche, die auf kurzfristige Erleichterung und Dämpfung einer akuter Stressreaktion abzielen.
Durch diese hohe Erholungsqualtität von Entspannungsverfahren sind diese besonders wirksame Methoden beim Abbau von Stressfolgen. Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung stellen somit wichtige Methoden im Zuge von Stressmanagement-Maßnahmen dar.
Autor: Dipl.-Psychologe Uwe Boving, Trainer für Stressbewältigung Internet: http://www.entspanntinkoeln.de |
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