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„Gut aufgestellt“ nennt man heute Unternehmen mit starker Marktposition. Diese Marktposition wird beispielsweise durch passende, den Kundenwünschen entsprechende Produkte, durch ein gutes Netzwerk, durch die richtigen und vor allem richtig eingesetzten Mitarbeiter sowie strategisch und infrastrukturell gut platzierte Niederlassungen erreicht. |
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Die Formulierung „ gut aufgestellt“ zeigt ein - wenn auch nicht immer bewusstes, so doch ein unbewusstes – Wissen um die Bedeutung des räumlich, hierarchisch oder prioritär richtigen „Platzes“ für den Erfolg oder Misserfolg unseres Handelns. Dieses Wissen ist deshalb oft noch unbewusst oder „unbegriffen“, weil die Ursachen meist nicht greifbar erscheinen. Können wir dieses Wissen sicht- und greifbar machen? Dann hätte die Wirtschaft ein wichtiges Navigationsinstrument!
Die Konstellationen, in die wir im Wirtschaftsleben eingebunden sind, sind zwischenmenschliche Systeme, die wir Teams, Abteilungen, Funktionseinheiten, Bereiche, Unternehmen, Branchen und Märkte nennen. Die Beziehungen in den verschiedenen Konstellationen unterliegen systemischen Gesetzen. Von der Beachtung oder Missachtung der systemischen Gesetzmäßigkeiten kann der Erfolg oder der Misserfolg des Unternehmens oder der Abteilung maßgeblich abhängen.
Die Beziehungen zwischen den einzelnen Menschen oder Komponenten können mit Hilfe der systemischen Aufstellungsmethode abgebildet werden. Eine Organisations- oder Strukturaufstellung ergänzt das Potenzial logischen Denkens und digitaler Analyse um das „verborgene Wissen“ und die versteckten Informationen, die im ganzen Organisationssystem bereits vorhanden sind.
Die komplexen Unternehmensstrukturen sowie die sich ständig wandelnden Märkte in der momentanen Zeit bedingen Veränderungen und Anpassungen der Struktur sowie der Organisation in einem rasenden Tempo und verlangen Entscheidungen im Minutentakt. Bei dieser Dynamik kann man leicht den Überblick verlieren. Die notwendige Klarheit kann nicht nur „herbeigedacht“ werden – um den Überblick zu behalten und damit gezielt und koordiniert handeln zu können, bedarf es mehr. Neue Lösungen erfordern nicht nur das Denken mit dem Kopf sondern auch die Berücksichtigung von Gefühlen und Intuition sowie konkrete Einsicht in die Wirkungsmechanismen des Systems. Hier setzt die Methode der systemischen Aufstellung an.
Haben Sie schon mal ein Bild in Worte gefasst? Wie viel länger dauert es, die Inhalte zu beschreiben, als Sie mit dem Blick zu erfassen? In Worten können wir eine Situation nur zergliedert und in zeitlicher Reihenfolge ausdrücken. Ein Bild aber zeigt die komplette Situation und enthält das Ganze. Sie müssten lange fragen, prüfen, analysieren und hinterfragen, um auch nur annähernd die Informationen zu erhalten, die ein Aufstellungsbild innerhalb weniger Minuten oder Stunden liefert – und das macht diese Methode so effektiv.
Weitere Informationen zu Organisationsaufstellungen oder Strukturaufstellungen finden Sie unter www.coachingart.de
Autorin: Elke Margarete Flettner, Businesscoach und Autorin von „Machiavelli paradox“
Email: flettner@coachingart.de |
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